Immobilienkäufe durch Ausländer in Südafrika: Neue Meldepflichten für Zahlungen treten am 11. August 2026 in Kraft
Südafrika ist nach wie vor ein attraktives Ziel für internationale Investoren und Privatpersonen, die Wohn- oder Gewerbeimmobilien erwerben möchten. Ab dem 11. August 2026 müssen ausländische Immobilienkäufer jedoch genauer darauf achten, wie sie die Kaufgelder ins Land überweisen.
Aktualisierte Meldepflichten für grenzüberschreitende Zahlungen bedeuten, dass bei der Überweisung von Geldern für einen Immobilienkauf der richtige Zahlungsbilanzcode (BoP-Code) verwendet werden muss. Auch wenn dies wie eine rein technische banktechnische Anforderung erscheinen mag, könnte die Verwendung eines falschen Codes erhebliche rechtliche und finanzielle Konsequenzen nach sich ziehen.
Was ändert sich?
Im Rahmen der aktualisierten Meldevorschriften müssen ausländische Käufer, die Geld nach Südafrika überweisen, um Immobilien zu erwerben, sicherstellen, dass die Zahlung unter dem richtigen Zahlungsbilanzcode (BoP-Code) erfasst wird.
Der BoP-Code gibt den Zweck einer internationalen Zahlung an und ermöglicht es Banken, der South African Reserve Bank (SARB) und der südafrikanischen Steuerbehörde (SARS), grenzüberschreitende Transaktionen genau zu erfassen und zu überwachen. Die der Bank übermittelten Informationen müssen zudem mit den an die SARS gemeldeten Angaben übereinstimmen.
Warum ist das wichtig?
Eine falsche Einstufung einer grenzüberschreitenden Zahlung kann folgende Folgen haben:
- Verzögerungen bei der Abwicklung der Transaktion;
- Anforderungen zusätzlicher Belege;
- vorübergehende Sperrung oder Einbehaltung von Geldern, während die Zahlung geprüft wird;
- Schwierigkeiten beim Verkauf einer Immobilie, wenn der Eigentümer den Verkaufserlös ins Ausland überweisen möchte; und
- mögliche Compliance-Probleme, wenn die Zahlungsdaten nicht mit den Meldungen an die SARS übereinstimmen.
Für ausländische Investoren kann die Sicherstellung einer korrekten Einstufung der Mittel von Anfang an dazu beitragen, kostspielige Verzögerungen und administrative Komplikationen im späteren Verlauf zu vermeiden.
Vorausplanen
Wer aus dem Ausland eine Immobilie in Südafrika erwirbt, sollte sich vor der Überweisung der Gelder mit seiner Bank, seinem Immobilienanwalt und seinen Finanzberatern in Verbindung setzen.
Die vorherige Klärung der korrekten Zahlungsart kann dazu beitragen, Folgendes sicherzustellen:
- Ein reibungsloser Ablauf bei der Eigentumsübertragung;
- die Einhaltung der südafrikanischen Devisenkontroll- und Meldepflichten; sowie
- weniger Hindernisse bei künftigen Geldtransfers aus Südafrika.
Abschließende Gedanken
Grenzüberschreitende Immobilientransaktionen umfassen mehr als nur die Überweisung des Kaufpreises. Die aufsichtsrechtliche Berichterstattung spielt eine wichtige Rolle bei der Einhaltung der südafrikanischen Devisenkontrollvorschriften.
Da die aktualisierten Anforderungen am 11. August 2026 in Kraft treten, sollten ausländische Käufer sicherstellen, dass ihre Zahlungsanweisungen korrekt sind und durch die richtigen Unterlagen belegt werden. Werden diese Maßnahmen zu Beginn der Transaktion getroffen, lassen sich unnötige Verzögerungen vermeiden und die Möglichkeit zur künftigen Rückführung von Geldern sichern.















